Infos zu Krebs

 


Diagnose Krebs

Die Diagnose Krebs hat viele Gesichter und viele Namen. Vielleicht fragst du dich, was „Krebs“ überhaupt ist? Hier mal eine ganz knappe Erklärung: Unser Körper ist ein Wunderwerk, in dem jeden Tag unvorstellbar viele neue gesunde Zellen gebildet werden. Als Krebs werden die Zellen bezeichnet, die durch ein verändertes bösartiges Zellwachstum ihre Funktion nicht mehr erfüllen können. Man kann es sich so vorstellen, dass um die Krebszellen herum ein gesunder Mensch ist.

Auf unserer Homepage können wir nicht auf die vielfältigen Krebsarten und Details dieser Erkrankung eingehen, das würde sehr sehr viele Seiten füllen. Verlässliche Informationen zu Krebs sowie zu einzelnen Krebserkrankungen stellt aber z.B. die Deutsche Krebshilfe zur Verfügung. Dort wird alles gut verständlich erklärt, außerdem steht ein Lexikon zur Verfügung, das die Begriffe erklärt, die im Zusammenhang mit Krebserkrankungen immer wieder benutzt werden.

Behandlung

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, Krebs zu behandeln. Oft wird versucht, die kranken Zellen mithilfe einer Operation zu entfernen.

Aber auch Chemotherapie und Bestrahlung sind häufig noch zusätzlich notwendig. Dein betroffener Vater, die Mutter oder sonst jemand, der dir nahe steht, wissen oft selbst nicht so genau, was auf einmal geschieht. Sie müssen sich erst an die neue Situation gewöhnen und

haben auch Angst. Alles geht so schnell!

Die Behandlungen sind anstrengend und begleitet von Übelkeit, Müdigkeit oder Erschöpfung. Auch Schmerzen können Nebenwirkungen der Therapien sein. Dann werden mehr  Erholungsphasen benötigt und man ist oft nicht so aufmerksam für die Umgebung und Mitmenschen. Das ist von Patient zu Patient unterschiedlich. Viele Eltern haben nicht den Mut, mit ihren Kindern offen zu sprechen. Oft fällt es Ihnen leichter, wenn du nachfragst. Und du darfst immer wieder nachfragen, wenn du etwas nicht verstehst. Das ist oft nützlicher, als lange Internetrecherchen. Die Informationen, die du im Internet findest, sind oft unspezifisch und helfen dann nicht wirklich weiter. Und

es gibt einfach eine unendliche Fülle an Seiten und Infos und du hast Mühe, die zuverlässigen und wichtigen für dich herauszufiltern. Zudem verstärken sich dadurch manchmal nur Ängste und Sorgen. So geht es auch vielen Erwachsenen.

  

Veränderung

Wenn deine Mutter, dein Vater oder ein dir nahestehender Mensch die Diagnose Krebs bekommt, wird sich für euch alle einiges im Alltag verändern. Die an Krebs erkrankte Person muss für eine längere Zeit viel bei Ärzten oder im Krankenhaus sein. In dieser Phase wechselt oft auch deine Rolle. Die Erwartungen an dich verändern sich. Vielleicht bekommst du mehr Aufgaben oder Verantwortung übertragen.

Eventuell erwarten deine Eltern oder Freunde von dir, dass du sie aufmunterst und tröstest. Die Welt ist dann wie auf den Kopf gestellt und es ist gar nicht mehr so einfach, dabei ein ganz „normaler“ Jugendlicher zu bleiben. Warst du vorher vielleicht viel mehr mit deinen Freunden unterwegs und hattest dich schon abgelöst von daheim, kann sich das nun stark verändern. Vielleicht widmest du dich wieder mehr der Familie oder es wird von dir erwartet. Sind die Erwachsenen stark mit sich beschäftigt, fällt ihnen das gar nicht auf. 

Das kann zu Konflikten führen und deine Gefühle ganz schön durchschütteln. Vielleicht wird das zwar nicht offen ausgesprochen und jeder bleibt damit für sich - doch unterschwellig ist viel zu spüren. Solange du aber nicht weißt, was tatsächlich los ist, kann das Ängste und Unsicherheit oder auch Wut auslösen.  Deshalb ist es wichtig, dass du mit deinen Eltern klärst, was für dich neben Schule oder vielleicht auch Ausbildung gut zu bewältigen ist. Unter der Belastung verlieren sie vielleicht deinen Alltag etwas aus den Augen. Mach dir aber bewusst, dass es die Therapien sind, die euren Familienalltag und die Beziehungen verändern. Der Grund ist kein Desinteresse an dir und dem was dir wichtig ist. Also bloß nicht persönlich nehmen.

Und in der Schule?

Es kann sehr nützlich sein, dass dein Klassenlehrer* von der Erkrankung in deiner Familie erfährt. So kann er deine Situation und vielleicht

auch dein zeitweise verändertes Verhalten besser verstehen. Du kannst selbst entscheiden, ob du deinen Klassenlehrer informierst, ob du dir Hilfe durch eine Freundin oder einen Freund dazuholst, oder ob du jemanden bittest, es für dich zu tun. Vielleicht fällt es dir auch leichter, ersmal nur eine E-Mail zu schreiben. Und du kannst bestimmen, wie viel du erzählen möchtest. Lege auch fest, was dein Lehrer vielleicht weiter geben darf. Manchmal meint es jemand gut und tut dann ohne es zu ahnen doch etwas, was du nicht möchtest. Die Reaktionen deines Klassenlehrers können sehr unerwartet sein, denn auch bei Erwachsenen löst es ganz unterschiedliche Gefühle aus und jeder geht auf seine Art damit um, wenn er von einer Krebsdiagnose hört. Der eine hat vielleicht Angst, dass du noch trauriger wirst und spricht dich deshalb nicht an. Der andere fragt gefühlt jeden Tag nach, wie es dir geht. Und wieder ein anderer verbringt ganze Unterrichtsstunden damit, um mit der Klasse über Krebs zu sprechen. Die Reaktion deines Lehrers und wie es dir damit geht, hängt auch von dir und deiner Beziehung zu diesem Lehrer ab. Trau dich zu sagen, was du möchtest und was nicht, das macht es auch für deinen Lehrer leichter, so damit umzugehen, dass es für dich passt.

*der besseren Lesbarkeit halber haben wir hier nur die männliche Schreibweise verwendet ...