Trauerreaktionen Jugendlicher

 

Allein die Auseinandersetzung mit körperlichen und seelischen Veränderungen in deiner Pubertät sind eine große Herausforderung. Gefühlschaos ist oft an der Tagesordnung. Der Verlust eines Menschen führt zu zusätzlichen seelischen Spannungen und Belastungen.

Wir wissen, dass es bestimmte typische Reaktionen gibt. Äußerlich wird von den Erwachsenen gelegentlich Desinteresse, Rückzug oder scheinbarer Mangel an Gefühlen wahrgenommen. Wir wissen aber, dass viele von euch innerlich die Erfahrung mit Krankheit und Tod hinterfragen und eigene Vorstellungen von „dem Leben danach“ haben.

Auch Gefühle können in einer Trauerphase sehr intensiv sein. Das Spektrum reicht von Wut, Zorn und Auflehnung bis hin zu Leere, Einsamkeit oder ohnmächtiger Verzweiflung.

Streckenweise seid ihr bereit, dies mit anderen zu teilen, z.B. mit Freunden oder der Familie. Manchmal trauert ihr aber auch nur mit euch selbst. Beides ist in Ordnung. Mädchen fällt es oft leichter, sich emotional anzuvertrauen. Beide fürchtet ihr aber Reaktionen aus dem Umfeld und spürt Angst, missverstanden zu werden. Oder es ist euch vielleicht unangenehm, vor anderen zu weinen.

Für Erwachsene ist es ganz wichtig und hilfreich sich mitzuteilen, um Trauer gut zu verarbeiten. Darum schauen sie oft mit Sorge auf euren Weg, mit Verlust umzugehen. Es stärkt den Teamgeist in der Familie, offen auszudrücken, was jeder braucht auf seinem Weg.

 

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